Immer öfter suchen Menschen in Gesundheitsportalen nach Informationen zu bestimmten Krankheitsbildern oder zur Beratung in Sachen Krankheit. Wenn man sich jedoch die Informationen ansieht, die von den Gesundheitsportalen gegeben werden, so muss festgestellt werden, dass einige Gesundheitsportale die Informationen nicht leicht verständlich anbieten. Oftmals verfallen die Portalen in komplizierte Begrifflichkeiten, die ein Laie so nicht oder nur teilweise verstehen kann.
Wer sich Rat zu einfachen Krankheiten wie Grippe, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen holen möchte, ist mit den Gesundheitsportalen trotzdem gut dran, da diese im Bereich Informationsaufbereitung jedoch nachgezogen haben und ihre Informationen nun auch immer verständlicher anbieten. Bei Eingriffen wie etwa einer Fettabsaugung oder anderen teuren Operationen, die teilweise nur die private Krankenversicherung übernimmt, sollte fachlichem Rat mehr Gehör geschenkt werden als den neuen Gesundheitsportalen, da im letzteren Fall Laien ihre Meinung kundtun.
Bei Vergleichen und Entscheidungen für oder wider ein bestimmtes Angebot sind die neuen Portale hilfreich. Wer zum Beispiel eine Krankenversicherung für Studenten sucht, kann sich unter Seinesgleichen über Probleme mit bestimmten Anbietern oder die Leistungen einzelner Versicherungen informieren.
Gesundheitsportale sind vor allem zu empfehlen, wenn man nicht unbedingt wegen jeder kleinen Erkrankung zum Arzt gehen möchte, da das immer viel Zeit in Anspruch nimmt und außerdem etwas kosten kann. Gerade die gestiegenen Kosten im Gesundheitswesen veranlassen aber auch immer mehr Menschen dazu, statt den Arzt ein Gesundheitsportal im Internet aufzusuchen und sich dort medizinischen Rat zu holen.
Beim Test von Gesundheitsportalen stellte sich heraus, dass die angebotenen Informationen fachlich fundiert waren. Das Problem bestand eher darin, die gesuchten Informationen auch auf Anhieb finden zu können. Zudem wird die Orientierung der Nutzer durch Mehrfachnavigationen und Werbeanzeigen erschwert. Bei einigen Gesundheitsportalen fiel zudem auf, dass die dort angebotenen Informationen von Laien bereitgestellt werden, also ein Nachhaken nach weiteren Informationen oftmals schwierig oder gar nicht möglich ist.
Erschwerend kommen die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland hinzu, die es Ärzten verbieten, Patienten persönlich aus der Ferne zu beraten. Ärzte dürfen jedoch über das Internet Informationen über Krankheiten und empfehlenswerten Behandlungsmethoden bereitstellen. Das Fernbehandlungsverbot erschwert also eine Kommunikation. Es muss jedoch auch darauf hingewiesen werden, dass bei Krankheit der reale Arztbesuch auch durch ein Gesundheitsportal nicht zu ersetzen ist.
















